Jacques Blandur Werbeagentur | Blog

Green Marketing –
was soll das sein?

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend. Immer kritischer werdende Verbraucher fordern faire Produktionsbedingungen, ökologisches Wirtschaften, soziale Firmenphilosophien. Ein breites, kollektives Bewusstsein für die Notwendigkeit globaler Transformationen ist spätestens mit Greta Thunberg und „Fridays for Future“ in den Köpfen angekommen. Und damit auch in der Antwort der Markenpositionierungen. Eine Marke, die sich nur um sich selbst drehen will, ist irrelevant. Wichtig ist heute: Für welche Werte steht die Brand, was kann sie für mich und die Welt tun, und was genau unterstütze ich da eigentlich? Green Marketing (= Nachhaltigkeitsmarketing oder öko-soziales Marketing) beschreibt Marketing in Bezug auf ökologisch- und sozial-verantwortungsbewusste Produkte und Dienstleistungen. Kurz gesagt: Green Marketing vermittelt Werte.

„70 Prozent der Befragten aus Deutschland gaben an, dass sie heute mehr umweltfreundliche Produkte kaufen als noch vor fünf Jahren.“ Das berichtet eine Studie der Unternehmensberatungsagentur Accenture. Demnach seien beinahe die Hälfte der Verbraucher auch bereit, für wiederverwert- und recycelbare Produkte mehr Geld auszugeben. Und nach dem „Green Startup Monitor 2018“ vom Bundesverband Deutsche Startups e.V. ist jedes vierte Startup grün – Tendenz steigend.

 

Alles Greenwashing?

Firmenseitig scheint „grüner“ werden zu wollen ein schnelles Marketinginstrument zu sein, ein Schlüssel zu mehr Sympathie und Verbundenheit. Diese sehr leicht durchschaubare Strategie geht allerdings verheerender nach hinten los, als nach vorne, sobald das „Greenwashing“ einmal aufgedeckt wurde – gerade von der so wichtigen jüngeren Generation, insbesondere der zahlungskräftigen Generation Z, in der sich ein tiefgreifender Wertewandel abzeichnet. Das schnell informierende Internet und allem voran die sozialen Medien, die eine direkte und souveräne B-to-C-Kommunikation fordern, machen es geradezu unmöglich, etwas zu verheimlichen: Unklare Aussagen, widersprüchliche Handlungen, das übertriebene Aufzeigen von scheinbar nachhaltigen Produkten, die in der Herstellung allerdings mehr schaden als nutzen, können einen regelrechten Shitstorm auslösen und die Glaubwürdigkeit einer Firma langfristig ruinieren.

 

Nachhaltigkeit ist Chefsache!

Daher ist wichtig, dass das entsprechende Denken, welches der überzeugte Umstieg auf nachhaltige Produkte/Produktion erfordert, von allen Mitarbeitern und Stakeholdern verstanden und getragen wird. Ein rein wirtschaftliches Interesse und formale Bereicherung für Nachhaltigkeitsberichte haben hingegen nichts damit zu tun. Das ökologische Bewusstsein muss tief im Unternehmen verankert sein. Wer auf Green Marketing setzt, setzt sicher nicht auf “schnellen Profit”, dafür aber auf eine langfristige Unternehmensausrichtung, die die Relevanz und den Fortbestand des eigenen Betriebes auch für kommende Zeiten und Generationen sichert. 

Hierzu gehört auch das Leben der Unternehmenskonzepte Corporate Social, Corporate Responsibility, Sustainable Development und Corporate Citizenship, auf die wir in einem kommenden Beitrag eingehen werden.

Ohne Green Marketing werden nicht nur keine neuen Kundenstämme erschlossen, sondern sehr bald auch bestehende verloren gehen.

 

Wie kann das gelingen?

 

Weniger Schein, mehr sein.

Green Marketing arbeitet in der Positionierung weniger mit den typischen „Personas“ des konventionellen Marketings mit ihren Gewohnheiten und ihren zyklischen, berechenbaren Bedürfnisbefriedigungen, sondern sieht Menschen, die ihre Entscheidungen mit Kopf und Herz treffen und davon abhängig machen, ob ein Produkt/eine Dienstleistung mit dem persönlichen Wertesystem korreliert. Verbraucher kaufen eine Marke durch loyale Unterstützung, nicht durch ihr farbenfrohes Blinken im richtigen Moment.

Das bedeutet auch: Weniger irreführendes Storytelling, weniger grüne Wiesen, reine Bäche und spielende Kinder als anrührendes Symbolbild der „zukünftigen Generationen“, sondern ganz klares Aktivwerden. Und zwar bei jedem einzelnen Aspekt in der kompletten Produktionskette eines Artikels bzw. der Aufstellung einer Dienstleistung. Das bedeutet:

  • umweltschonende Herstellung
  • wassersparende und -schonende Produktion
  • faire Produktionsbedingungen
  • Verwendung recycelter und erneuerbarer Materialien und Erhaltung dieser Kette
  • Lokale oder regionale Produktion
  • plastikfreie oder gar Zero-Waste-Verpackung
  • kurze Lieferwege und CO2-schonende Transportbedingungen
  • faires, unterstützendes und wertschätzendes Verhältnis innerhalb der Firma bis hin zur „New Work“-Kultur

 

Transparenz und Kommunikation

„Tue Gutes und rede darüber“. Kommunikation über das eigene, grüne Verhalten bringt gerne Skepsis hervor und fordert Transparenz – genau diese sollte auch ermöglicht werden. Hier sollten Unternehmen nicht zurückschrecken, wenn so einige Abläufe, Materialien und Prozesse noch nicht hundertprozentig „grün“ sind, oder sie sich gar gänzlich am Anfang ihrer „Sustainability Transformation“ befinden. Fehler und Schwächen, an denen man noch arbeitet, klar zu kommunizieren, schafft Sympathien und fördert ein Zusammengehörigkeitsgefühl. Wichtig ist hier: Sich trotz Verbesserungen im eigenen Unternehmen niemals über andere zu stellen oder die Moralkeule zu schwingen. Schließlich ist der Weg zu einer ökologischeren Wirtschaft für niemanden ein besonderes einfacher. Die Green Community ist eine hilfsbereite; oft und gerne werden Kontakte zu z. B. grünen Produktionspartnern vermittelt oder Lösungsinspirationen einer anderen Firma aufgezeigt. Diese kritischen Verbraucher fordern nicht, von heute auf Morgen einen CO2-neutralen Fußabdruck zu hinterlassen. Sie fordern lediglich: Authentizität. Das Erkennen und Verinnerlichen der globalen Probleme und der eigenen Anteile daran, das Übernehmen der Verantwortung, sowie die konstante Verbesserung.

 

Durch diesen Druck machen also nicht nur Kunden mit ihren Ansprüchen und Fragen, sondern auch die Dynamik des Green Marketing selbst ein Unternehmen nachhaltiger und sozio-ökologisch besser.

 

Ideen, Konzepte, Strategien und Umsetzung

Unsere
Leistungen

Haben wir Sie inspirieren können?
Ist Ihr Unternehmen bereits sozio-ökologisch ausgerichtet?
Dann freuen wir uns darauf, Sie kennen zu lernen!

Neugierig? Wir auch!

Wir freuen uns auf gute Gespräche.

Post für uns?

hallo@jacques-blandur.de

Wir kreieren aus dem...

Startraum Göttingen

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir verwenden Cookies, um Ihnen die beste Online-Erfahrung zu bieten. Mit Ihrer Zustimmung akzeptieren Sie die Verwendung von Cookies in Übereinstimmung mit unseren Cookie-Richtlinien.

Privacy Settings saved!
Datenschutz-Einstellungen

Wenn Sie eine Website besuchen, kann sie Informationen über Ihren Browser speichern oder abrufen, meist in Form von Cookies. Steuern Sie hier Ihre persönlichen Cookie-Dienste.


Zur Nutzung dieser Website verwenden wir die folgenden technisch notwendigen Cookies
  • wordpress_test_cookie
  • wordpress_logged_in_
  • wordpress_sec

Alle Cookies ablehnen
Alle Cookies akzeptieren